Bezahlen im Internet und im Einzelhandel: Die gängigsten Zahlungsarten im Überblick

Welche Zahlungsarten du anbietest, entscheidet beim Bezahlen im Internet oft darüber, ob ein Kunde den Kauf abschließt oder kurz vor der Kasse abspringt. Bargeld, Kartenzahlung, PayPal, Klarna oder Kauf auf Rechnung – jede Zahlungsmethode bringt eigene Vor- und Nachteile mit, für dich wie für deine Kunden. Hier erfährst du, welche Zahlungsarten es im stationären Handel und im Internet gibt, was sie kosten und worauf du bei der Auswahl achten solltest.

Zuletzt aktualisiert am 18.09.2026

Zusammenfassung

Zahlungsarten im Überblick

  • Zahlungsarten beschreiben die Art und Weise, wie ein Kauf getätigt wird: beim Bezahlen im Internet sowie im stationären Einzelhandel.
  • Grundsätzlich wird zwischen Barzahlung und bargeldloser Zahlung unterschieden. Bei der bargeldlosen Zahlung gibt es viele Unterarten wie Kartenzahlung, PayPal, Wero, Klarna oder Lastschrift.
  • Im stationären Einzelhandel zählen Bargeld, die kontaktlose Girocard und die Kreditkarte zu den wichtigsten Zahlungsarten, ergänzt um Mobile Payment.
  • Im Internet dominieren Bezahldienste wie PayPal und Klarna, die Kreditkarte, der Kauf auf Rechnung sowie Vorkasse und SEPA-Lastschrift.
  • Die Zahlungsmöglichkeiten sollten immer an die Zielgruppe angepasst werden.
  • Es sollten beim Bezahlen im Internet immer mehrere Zahlungsarten angeboten werden. Ziel ist es, die Bedürfnisse der Kunden zu decken und keine kaufbereiten Kunden zu verlieren.

Definition

Was ist eine Zahlungsart?

Bei einer Zahlungsart handelt es sich um ein Mittel, mit dem Käufer deine Kosten begleichen können: also die konkrete Methode, über die das Geld vom Kunden zum Händler fließt.
Während Bargeld vor allem im stationären Einzelhandel eine Rolle spielt, umfasst das bargeldlose Zahlen zahlreiche Unterkategorien wie die Kartenzahlung, Überweisung, Lastschrift oder Bezahldienste wie PayPal und Klarna. Welche Zahlungsart sich eignet, hängt davon ab, ob im Laden oder im Internet bezahlt wird und welche Zielgruppe du ansprichst.

Was sind die gängigsten Zahlungsarten?

Damit sich Kunden im Rahmen ihres Einkaufs beim Bezahlen im Internet sicher fühlen, sollten sie eine Auswahl bekannter Zahlungsmöglichkeiten haben. Behalte dabei immer im Hinterkopf, dass nicht jeder Kunde jede Zahlungsart akzeptiert.
Um einzelne Zahlungsarten überhaupt nutzen zu können, sind diese zunächst an bestimmte Voraussetzungen gekoppelt. Unter Umständen reagieren Kunden darauf mit Unsicherheit oder verzichten auf diesen Zusatzaufwand. Im Durchschnitt sind in einem Online-Shop diese vier Zahlungsarten vertreten:

  1. Vorkasse,
  2. Paypal,
  3. Elektronisches Lastschriftverfahren,
  4. Kauf auf Rechnung

Immer häufiger wird auch die Zahlungsart Wero (=Europäische Zahlungslösung als Alternative zu PayPal) angeboten. Je nachdem, ob die Produkte eines Unternehmens jüngere oder ältere Menschen ansprechen sollen, sind auch die entsprechenden Zahlungsarten zu wählen. Jüngere Leute bevorzugen moderne elektronische Zahlungsmöglichkeiten wie PayPal und Klarna, während bei älteren Menschen altbewährte Methoden wie Kauf auf Rechnung beliebt sind. Online-Shops dürfen die Zahlungsart frei wählen, sie müssen jedoch für Kunden schon vor dem Kauf klar ersichtlich sein.

Welche Zahlungsarten gibt es im stationären Einzelhandel?

1. Barzahlung

 

Auch wenn im stationären Einzelhandel an der Kasse immer öfter die Karte gezückt wird, ist Bargeld als Zahlungsart in Deutschland unverändert beliebt. Pläne zur Abschaffung stoßen immer auf große Widerstände.In Schweden dagegen kommt inzwischen ein Mensch durchschnittlich weniger als einmal pro Woche mit Bargeld in Berührung. Viele Läden akzeptieren nicht einmal mehr Barzahlung.

2. Girocard, früher EC-Karte

 

Die Girocard ist eine sichere, moderne und die mit Abstand meistgenutzte Zahlungsmethode im stationären Handel. Damit ein Kunde in einem Laden mit Girokarte bezahlen kann, muss der Händler über ein entsprechendes Kartenlesegerät verfügen. Heute funktioniert die Kartenzahlung üblicherweise kontaktlos: Statt die Karte einzustecken, wird sie nur kurz an das Lesegerät gehalten. Dieses kontaktlose Bezahlen wird inzwischen von nahezu allen Giro- und Kreditkarten unterstützt.

  • Beim Electronic-Cash-Verfahren der Deutschen Kreditwirtschaft wird ab einem bestimmten Betrag die Eingabe der PIN gefordert, beim Lastschriftverfahren des Handels eine Unterschrift. Beim Electronic-Cash-Verfahren erfolgt nach PIN-Eingabe ein Online-Check der Kontodeckung in Echtzeit.
  • Beim Lastschriftverfahren erteilt der Kunde per Unterschrift die Einwilligung zur Abbuchung des Rechnungsbetrags von seinem Konto. Das Risiko des Händlers: Die Karte kann gestohlen worden sein oder das Konto weist keine ausreichende Deckung auf. Dann geht die Lastschrift von der Bank wieder zurück an den Händler.

3. Kreditkarte

 

Im stationären Einzelhandel in Deutschland wird die Kreditkarte längst nicht überall als Zahlungsart akzeptiert. Sie kommt vor allem bei größeren Ausgaben zum Einsatz. Grundsätzlich müssen Händler einen gewissen Anteil ihres Umsatzes an die Kreditkartenanbieter abgeben, um am Kreditkartensystem teilnehmen zu dürfen. Das macht die Bezahlung mit Kreditkarte im stationären Einzelhandel oft unbeliebt.

Für den Kunden fallen abhängig vom Vertrag monatliche oder jährliche Gebühren für die Nutzung einer Kreditkarte an. Es gibt verschiedene Kreditkarten-Modelle:

  • Charge-Card: Die Charge-Card ist die klassische Kreditkarte. Durch sie erhält der Nutzer einen gewissen Kreditrahmen eingeräumt, über den er im Abrechnungsmonat frei verfügen kann. Am Ende des Monats wird die Kreditkarte abgerechnet und dem Kunden werden die ausstehenden Beträge berechnet. Zu Beginn des neuen Monats wird die Summe via Lastschrift vom hinterlegten Bankkonto abgebucht.
  • Debitkarte: Wird mit einer Debit-Kreditkarte bezahlt, wird kein Kredit eingeräumt. Das Geld fließt in diesem Fall sofort vom hinterlegten Girokonto ab. Hierin ähnelt sie der Girokarte.
  • Prepaid-Kreditkarte: Prepaid-Kreditkarten sind nur für den Betrag einsetzbar, der vorher auf ein spezielles Kreditkartenkonto eingezahlt wurde. Hier wird ebenfalls kein Kreditrahmen gewährt. Diese Karte ist nicht direkt mit einem Konto verbunden. Sie richtet sich insbesondere an Jugendliche beziehungsweise Menschen, die aufgrund einer schlechten Schufa-Bewertung keine normale Kreditkarte erhalten.
  • Revolving Card: Revolving-Kreditkarten sind in Deutschland kaum verbreitet. Im Gegensatz zu einer Charge-Kreditkarte rechnet die Kreditkartengesellschaft bei einer Revolving-Kreditkarte nicht immer den kompletten Monatsbetrag ab, sondern einen vorher vereinbarten Prozentsatz.

4. Mobile Payment

 

Beim Mobile Payment nutzt der Käufer an der Kasse sein Smartphone zum schnellen und unkomplizierten Bezahlen. Dafür benötigt er ein besonderes Programm, meist eine App. In der App ist eine Bankkarte hinterlegt, auf die die App zugreifen und Geld abbuchen kann. 

Damit das Bezahlen mit dem Handy möglich ist, muss das Smartphone NFC-fähig sein und die NFC-Funktion eingeschaltet sein. Auch die Zahlung mittels QR-Code ist möglich. Mobil bezahlen funktioniert ebenfalls mit sogenannten Wearables, also zum Beispiel Smartwatches.

Tipp

Effiziente Zahlungsabwicklung und Buchhaltung – Alles integriert

Ganz gleich, welche Zahlungsarten deine Kunden bevorzugen – die wichtigsten sollten direkt in deine Buchhaltungssoftware für den Einzelhandel integriert sein. Die Verknüpfung eines Geschäftskontos bietet einen zusätzlichen Vorteil: Transaktionen und Buchungen werden automatisch durchgeführt. Damit sparst du Zeit und behältst den Überblick.

Welche Zahlungsarten gibt es im Internet

Beim Bezahlen im Internet erwarten Kunden heute, dass sie zwischen mehreren Zahlungsoptionen frei wählen können. Damit eine Bestellung möglichst schnell und ohne großen Aufwand bequem von zu Hause aus abgewickelt werden kann, stellen die meisten Online-Händler verschiedene Zahlungsarten zur Auswahl. Diese reichen von der klassischen Überweisung bis zu spezialisierten Bezahldiensten wie PayPal oder Klarna.

Wichtig ist dabei, dass Kunden ihre Bankdaten nur über sichere, vertrauenswürdige Anbieter eingeben. Hier sind die wichtigsten Zahlungsmöglichkeiten im Internet:

1. Kreditkarte

 

Die Kreditkarte gehört zu den gefragtesten Zahlungsarten beim Bezahlen im Internet: Schließlich ist sie schnell, international einsetzbar und in nahezu jedem Online-Shop akzeptiert. Bezahlt wird, indem der Käufer seine Kartendaten eingibt: Der Betrag wird anschließend über das Kreditkartenkonto abgerechnet.

Zu den gängigen Karten gehört auch die Prepaid-Kreditkarte VISA Electron, die speziell für sicheres bargeldloses Bezahlen entwickelt wurde. Für den Händler fallen bei der Kartenzahlung allerdings Gebühren an. Je nach Anbieter und Umsatz fallen sie unterschiedlich hoch aus.

2. Paypal

 

Das international akzeptierte PayPal-Bezahlsystem ist wegen der einfachen Bedienung, der Sicherheit und der Schnelligkeit sehr beliebt. Du brauchst dafür nur ein kostenloses PayPal-Konto, das mit deiner E-Mail-Adresse verknüpft ist. Mit wenigen Klicks lässt sich das PayPal-Konto mit der Kreditkarte oder dem Girokonto verbinden. Zahlungen werden im Anschluss in Echtzeit ausgelöst.

Der größte Nachteil sind die vergleichsweise hohen Gebühren, die der Händler entrichten muss. Gelöst wird das Problem häufig, indem die zusätzlichen Kosten in die Produktpreise kalkuliert werden.

3. Vorkasse/Überweisung

 

Bei der Vorkasse bzw. Überweisung begleicht der Käufer den Rechnungsbetrag vor Erhalt der Ware. Der Versand der Ware erfolgt nach Geldeingang. Manche Online-Shops verlangen noch immer – vor allem für Neukunden – die Vorkasse. Das bedeutet, dass zuerst das Geld überwiesen werden muss und der Shop erst danach die Ware losschickt. Kunden müssen dabei großes Vertrauen in den Shop legen, da sie den Betrag bereits überweisen, bevor sie die Ware erhalten.

4. Sofort-Überweisung

 

Die Sofort-Überweisung funktioniert ähnlich wie klassisches Online-Banking und wickelt die Zahlung direkt während des Bestellvorgangs ab. Dabei loggen sich die Nutzer über den Bezahldienst mit den gewohnten Online-Banking-Daten ein. Die Zahlungsdaten sind bereits hinterlegt, sodass sie die Überweisung nur noch mit PIN und TAN freigeben müssen. 
Der Händler erhält sofort eine Bestätigung über den Zahlungseingang und kann die Ware umgehend versenden. Kunden profitieren von einer schnellen Abwicklung ohne zusätzliche Registrierung. Allerdings müssen sie dafür ihre Bankdaten beim Drittanbieter eingeben, was nicht jeder möchte.

5. Kauf auf Rechnung/Überweisung

 

Beim Kaufen auf Rechnung erhält der Käufer die Ware vor der Zahlung. Den Rechnungsbetrag überweist er erst, nachdem die Ware angekommen ist, sie seinen Vorstellungen entspricht und er sie behalten möchte.
Für den Kunden ist diese Zahlungsart besonders sicher, da er erst bezahlt, wenn sich die Ware bereits in seinem Besitz befindet. Das Zahlungsrisiko liegt zunächst beim Verkäufer.

6. Nachnahme

 

Bei der Nachnahme bezahlt der Käufer die Ware erst bei der Übergabe, zum Beispiel direkt beim Zusteller. Der fällige Betrag wird dabei für gewöhnlich in bar oder per Kartenzahlung beglichen und vom Zusteller an den Händler weitergeleitet.

Diese Zahlungsart war früher deutlich verbreiteter, wird heute im Online-Handel aber nur noch selten angeboten. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass für den Kunden zusätzliche Nachnahmegebühren anfallen. Außerdem ist die Abwicklung vergleichsweise umständlich.

7. Kryptowährung

 

Kryptowährungen lassen sich auch als Zahlungsmittel im Online-Handel einsetzen. In der Praxis ist diese Zahlungsart jedoch bislang wenig verbreitet und wird teilweise kritisch gesehen.

Bezahlt wird zum Beispiel mit Bitcoin direkt aus einer digitalen Wallet heraus. Je nach Kryptowährung kann die Transaktion innerhalb weniger Sekunden oder erst nach einigen Minuten abgeschlossen sein.

8. Klarna

 

Klarna ist einer der bekanntesten Bezahldienste für den Rechnungskauf im Internet. Käufer erhalten die Ware zuerst und bezahlen später: per Klarna auf Rechnung innerhalb einer festen Frist oder in mehreren Raten. Gerade die Ratenzahlung macht Klarna für größere Anschaffungen attraktiv, ähnlich wie die PayPal-Ratenzahlung.

Zum Begleichen kann der Kunde zwischen Lastschrift, Überweisung oder Kreditkarte wählen – inzwischen bietet Klarna sogar eine eigene Kreditkarte an. Für dich als Händler bedeutet das höhere Abschlussquoten, aber auch Gebühren für die Risikoübernahme.

9. Paysafecard

 

Die Paysafecard ist ein Prepaid-Zahlungsmittel: Der Kunde kauft im Handel oder online einen Guthaben-Code und bezahlt damit, ohne Bankdaten oder Kreditkarte anzugeben. Das macht sie besonders für alle interessant, die anonym und ohne Bonitätsprüfung bezahlen möchten.

Eine Bezahlung per Paysafecard auf Rechnung ist allerdings systembedingt nicht möglich. Da das Guthaben im Voraus aufgeladen wird, entfällt das typische Ausfallrisiko des Rechnungskaufs von vornherein.

10. SEPA-Lastschrift

 

Beim SEPA-Lastschriftverfahren stimmt der Käufer zu, dass der Rechnungsbetrag direkt von seinem Bankkonto eingezogen wird. Dafür erteilt er dem Händler ein entsprechendes Mandat und hinterlegt einmalig seine Bankdaten.

Im Gegensatz zu anderen Zahlungsarten findet keine vorherige Prüfung der Kontodeckung statt. Ist das Konto nicht ausreichend gedeckt, kann das Kreditinstitut die Abbuchung nachträglich ablehnen und die Lastschrift zurückgeben. Für den Kunden ist die Zahlung dadurch besonders bequem, für den Händler allerdings mit einem gewissen Risiko an Rücklastschriften verbunden.

11. Händlerbezogene Zahlungsarten ( Amazon Pay oder Google Pay)

 

Bei Zahlungsarten wie Amazon Pay oder Google Pay bezahlt der Käufer über ein bereits bestehendes Kunden- oder Wallet-Konto. Die Zahlungs- und Lieferdaten müssen dadurch nicht jedes Mal neu eingegeben werden. Stattdessen wird der Kauf über den jeweiligen Anbieter abgewickelt.

Das beschleunigt den Bestellvorgang spürbar und senkt die Zahl der Kaufabbrüche, da die wenigen Klicks beim Bezahlen im Internet einen großen Unterschied machen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Kunde bereits ein Konto beim jeweiligen Anbieter besitzt.

Welche Zahlungsarten eignen sich für Unternehmen?

Welche Zahlungsmethode sich für Unternehmen eignet, hängt vom Geschäftsmodell, der Zielgruppe und dem jeweiligen Risiko ab. Für Online-Händler ist vor allem entscheidend, dass die Zahlungsart für Kunden bequem ist. Gleichzeitig müssen Gebühren, Zahlungsausfälle und Verwaltungsaufwand überschaubar bleiben.

Neben den Kosten spielen die Sicherheit der Kaufabwicklung, die Akzeptanz bei den Kunden und die Erwartungen der Zielgruppe eine wichtige Rolle. In der Praxis ist meist nicht eine einzelne Zahlungsart ideal, sondern eine Kombination aus mehreren Optionen.

Was sind die Vor- und Nachteile der Zahlungsarten?

Jede Zahlungsart bringt eigene Vor- und Nachteile mit – für dich als Händler genauso wie für deine Kunden. Die folgende Übersicht hilft dir, die passende Zahlungsoption für deine Zielgruppe zu finden:

Zahlungsart Vorteil Nachteil
Kauf auf Rechnung hohe Akzeptanz, kundenfreundlich Ausfallrisiko liegt beim Händler
Kreditkarte international, schnell laufende Gebühren, nicht überall beliebt
PayPal/Bezahldienste bequem, sicher, weit verbreitet vergleichsweise hohe Kommissionen
Klarna/Ratenzahlung steigert Abschlussquote Gebühren für Risikoübernahme
Lastschrift/Überweisung kaum Gebühren Rückbuchungen, Zahlungsverzug möglich
Vorkasse kein Risiko für den Händler Kunde muss in Vorleistung gehen

Welche Kosten entstehen je nach Zahlungsart?

Je nach Zahlungsart werden für Online-Anbieter unterschiedliche Gebührenmodelle fällig. Wie viel eine Zahlungsmöglichkeit am Ende wirklich kostet, kommt auf den jeweiligen Anbieter und das gewählte Zahlungsmodell an. Grundsätzlich müssen Online-Händler aber damit rechnen, dass die meisten bargeldlosen Verfahren in irgendeiner Form Gebühren mit sich bringen:

  • PayPal: Bei der Zahlungsmöglichkeit PayPal fällt eine fixe Grundgebühr pro Zahlungseingang sowie ein prozentualer Anteil vom Umsatz an.
  • Kauf auf Rechnung: Kaufen auf Rechnung ist für Kunden komfortabel. Wenn du als Händler das Ausfallrisiko absichern möchtest, kommen schnell Gebühren für externe Bonitätsauskunfteien oder spezialisierte Zahlungsabwickler hinzu.
  • Kreditkarte: Das Bezahlen im Internet über Kreditkarte basiert meist auf einem zweiteiligen Modell. Das setzt sich aus der monatlichen Grundgebühr für die Teilnahme am Kreditkartensystem sowie der Gebühr pro Buchung zusammen.
  • E-Payment-Anbieter: Ähnlich wie bei der Kreditkarte können je nach Vertrag eine monatliche Grundgebühr und ein Betrag pro Transaktion anfallen. Hier lohnt sich ein genauer Blick in die Konditionen, weil die Modelle stark variieren.
  • Lastschrift/Vorauskasse/Überweisung: Hier fallen üblicherweise keine direkten Gebühren an. Der Haken ist, dass du dafür an anderer Stelle ein höheres Risiko trägst. Das ist beispielsweise der Fall, wenn eine Lastschrift mangels Deckung zurückgeht oder ein Kunde bei Vorkasse zögert.

Die Sicherheit der Zahlungsart

Ob Großauftrag oder Neukunde, nicht selten kann ein Zahlungsausfall die Liquidität eines Unternehmens massiv beeinträchtigen. Zusätzliche Aufwendungen für Mahnverfahren und Forderungsmanagement verursachen zudem hohe Kosten. 

Um das Risiko nicht zahlender Kunden möglichst gering zu halten, solltest du dich unbedingt durch externe Bonitätsauskünfte absichern. Die Kooperation mit entsprechenden Zahlungsabwicklern erspart ein zeitintensives Forderungsmanagement.

Welche Probleme können bei Zahlungsarten auftreten?

Kommt ein Kunde seiner Zahlungsverpflichtung nicht nach, entstehen für den Verkäufer häufig zusätzliche Kosten und Aufwand. Nicht selten kann ein Zahlungsausfall außerdem die Liquidität eines Unternehmens massiv beeinträchtigen. Zunächst folgt normalerweise ein mehrstufiges Mahnverfahren. Ist nach Verstreichen der letzten Frist noch keine Zahlung eingegangen, muss der Verkäufer weitere rechtliche Maßnahmen einleiten. Diese sind meist sehr kostspielig und können sich über einen längeren Zeitraum hinziehen.

Um das Risiko ausbleibender Zahlungseingänge zu reduzieren, übertragen viele Online-Anbieter die Zahlungsabwicklung und das Inkasso an externe Dienstleister. Alternativ kann es sinnvoll sein, vor dem Versand der Ware Informationen über neue Kunden einzuholen, etwa über eine Bonitätsprüfung.